Woche 1 – heiss, anstrengend und leicht frustrierend

Nach einem tränenreichen Abschied in Zürich haben Chrissie und ich tatsächlich mal einen angenehmen Langstreckenflug verbracht – Notausgangsitzreihe sei Dank! Erste Station war Singapur, das uns morgens um 6 schon mit feucht-heissen 27 Grad fast erschlagen hat… Wir sind halt nix gewohnt und haben schön blöd geschaut, als es im Lauf des Tages immer noch wärmer und feuchter wurde…

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Zum Glück gab’s im Hotel einen Pool auf dem Dach, an dem so früh am Morgen am Sonntag ausser uns auch noch kein Mensch war.

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Insgesamt waren wir vier Nächte in Singapur, haben fein gegessen, versucht uns vom Klima nicht völlig aus der Bahn werfen zu lassen und haben erfolglos gegen den Jetlag angearbeitet. Unter anderem mit Hilfe von Singapore Sling im Raffles am helllichten Tag…
Unsere Meinung zu Singapur: ganz nett, aber 4 Nächte braucht’s definitiv nicht – es sei denn, jemand will sich durch sämtliche Shoppingmalls durcharbeiten, dann reichen wahrscheinlich auch 4 Wochen nicht ;-)

Seit Donnerstag sind wir nun endlich in Australien! Hier in Perth ist es wettermässig schon eher wie daheim und wir deshalb nicht mehr ganz so “uf dä Schnurrä”. Seither haben wir vor allem eines gemacht: Geld im grossen Stil ausgegeben… Wir verbringen unsere Tage bei Autohändlern, in Werkstätten, in Outdoorläden, bei IKEA und im Baumarkt – schliesslich will unser neuer Nissan Patrol mit allem ausgestattet werden, was es so für unsere ausgedehnte Campingtour braucht. Richtig tolle Fotos vom Auto reichen wir nach – wir wollten nur unbedingt endlich mal von uns hören lassen ;-)

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Von der Gabel über Kopfkissen bis hin zum Dachträger für unser Dachzelt haben wir tagelang Einzelteile zusammengetragen (mein Lieblingskauf ist natürlich die von mir monatelang angekündigte Hängematte!). Chrissie ist hier der technische Leiter, ich bin fürs Listenschreiben und sonstigen organisatorischen Kram zuständig – perfekte Aufgabenverteilung also! Und es ist ganz schön viel Material zusammen gekommen inzwischen…

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Ganz so easy und reibungslos wie wir dachten, lief natürlich nicht alles…. Das Auto war zwar schnell gefunden, dann ging aber die Suche nach einem passenden Dachträger los. Als der dann geliefert wurde, war leider keinerlei Anleitung dabei – 2 Mechaniker in der Werkstatt waren über 2h damit beschäftigt. Und das an sich “ganz einfach” zu montierende Dachzelt hat Chrissie und mich dann auch nochmal ein paar Stunden Arbeit und viel Schweiss gekostet. Und so lässt sich das unendlich fortsetzen – ich sage nur falsch verkabelte 12 Volt-Anschlüsse, die sich jetzt gerade ein Auto-Elektriker anschauen muss… Und wir warten mal wieder.

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Zu guter Letzt haben wir nun auf alle Fälle das Bed and Breakfast verlassen und haben fest vor, heute unsere erste Nacht im Zelt zu verbringen – Daumen drücken, dass die vereinigten Mechaniker von Perth das möglich machen! Und wir hoffen, dass wir uns auf dem ersten Campingplatz nicht völlig zum Horst machen bei unserem ersten Versuch, das Dachzelt aufzubauen…

All das ist aber Jammern auf hohem Niveau, wir freuen uns nämlich noch immer unglaublich auf unser grosses Abenteuer, das jetzt dann bald los gehen kann.